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Dieter Schubert

Details

Ich habe den Merkur-Transit hier bei mir auf einer schönen Anhöhe beobachtet. Der Satellitenfilm zeigte zwar am Morgen heranziehende Bewölkung, aber es sollte überwiegend bei Zirrusbewölkung bleiben. Den Wolken entfliehen wollte ich nicht - ich dachte mir, entweder klappt's oder halt nicht.

Einen ausführlicheren Bericht könnt ihr auf meiner Homepage nachlesen:
http://www.astronomieundkometen.de/finsternisse-transit.html

Als Beobachtungsinstrumente hatte ich meinen Newton (200/1000 mm) und Huckepack einen Maksutov (102/1325 mm). Der Newton war mit einer ICS Sonnenfolie - die ein gelb-orangenes Bild zeigte bestückt, und der Maksutov mit einer Baader Astro-Solar-Folie - beide OD 5.0. Am Newton wollte ich Fotografieren, am Maksutov visuell beobachten. Leider stellte sich doch schnell heraus, dass zu einem die Brennweite für den Transit am Newton zu wenig war, und zum anderen die ICS-Folie nicht den nötigen Kontrast für das Fotografieren bot. Sicherlich spielten auch die Zirren eine Rolle. So habe ich dann die Kamera an das Maksutov montiert, und am Newton visuell beobachtet - so war es dann ok.

 

Die meiste Zeit störte die hohe Bewölkung den Anblick (milchig), aber es gab auch Momente mit klarem Himmel. Meinen Laptop habe ich in einen Karton verfrachtet und zusätzlich mit einer Decke steckte ich meinen Kopf hinein um zu zentrieren, fokussieren und die Aufnahmen überwachen zu können. Ja, sah blöd aus, aber sehr effektiv! :-)  


Vorbereitungen zur Fotografie

Merkur war schon sehr tief in die Sonnenscheibe eingedrungen, als es gegen 16 Uhr zuzog. Ein Blick über das Smartphone auf den Satellitenfilm zeigte, dass ein schmales Wolkenband über uns hinweg zog. Danach sah es wieder ganz gut aus. Gegen 17 Uhr riss es wieder auf mit nur noch wenigen Zirren. Die Bedingungen waren nun bei weitem besser und es zeigte sich nun eine klare Sonnenscheibe. 

Ein überwältigendes Bild zeigte der Bresser-Newton 200/1200 mm meines Bruders. Ebenfalls bestückt mit einer Baader Astro-Solar-Folie und einem Hyperion-Zoom-Okular in dem noch ein Dunkelgelbfilter eingeschraubt war. Bei vollem Zoom mit großem Gesichtsfeld, hatte man das Merkurscheibchen mit den Sonnenflecken im Okular und der sehr schön in Gelb eingefärbten Sonne - das war ein herrlicher Anblick! 

Es war ein schönes (Natur)-Erlebnis und nach 2003 mein zweiter Merkur-Transit. Aber wir können uns doch glücklich schätzen dass das Wetter ganz gut mitspielte - genauso hätte es ein Regentag sein können! Immerhin ist es schon das dritte Astronomische Ereignis in Folge das nicht dem Wetter zum Opfer viel! Das ist sehr selten!