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Plätze und Kleidung

Details

Was zeichnet einen guten Beobachtungsstandort aus ?

Für einen flüchtigen Blick zum Himmel bietet sich jeder Platz an. Wer sich aber intensiver mit der Astronomie und der Beobachtung beschäftigen will, braucht einen guten Beobachtungsplatz. Aber was zeichnet einen solchen aus ?

Für einen guten Beobachtungsplatz gibt es einige Auswahlkriterien:

Geringe Luftunruhe: Eine Beobachtung in der Stadt oder Gemeinde scheitert oft an der großen Luftunruhe, zum Beispiel durch Heizungsanlagen im Winter oder durch unterschiedliche Wärmeabstrahlung von Gärten und Gebäuden. Auch geteerte oder gepflasterte Wege heizen sich im Sommer stark auf und sorgen für störende Luftbewegungen.

Ideal sind große Wiesenflächen außerhalb von Siedlungsräumen wegen ihrer gleichmäßigeren Wärmeabstrahlung. Ebene Flächen erleichtern zudem den Aufbau der Teleskope. Ebene Flächen sind vor allem bei Teleskopen in Dobsonbauart wichtig.

Vorteilhaft ist eine gute Erreichbarkeit mit dem Auto und ein geeigneter Parkplatz, zum Beispiel Wanderparkplätze. Falls Sie dabei gesperrte Straßen und Wege benutzen wollen, fragen Sie bitte vorher beim Förster oder Amt nach. Das erspart unnötigen Ärger und in der Regel spricht nichts gegen eine Genehmigung.

Eine entscheidende Rolle spielt auch der Wind, da er nicht nur am Instrument zu unruhigen Bildern führen kann, sondern auch dem Beobachter mit der Zeit in Form von Kälte den Spaß verdirbt. Abhilfe kann da ein in der Windrichtung liegender Wald schaffen.

Schutz gegen Streulicht: Dies ist leider ein Thema von großer Tragweite. In den letzten Jahren hat die sogenannte Lichtverschmutzung dramatische Ausmaße angenommen. Kein Ort, wo nicht die ganze Nacht irgendeine Werbetafel oder Straßenlampe leuchtet.

Zur Verdeutlichung der Situation soll die folgende Grafik für den Bereich Göppingen dienen. Grüne, gelbe und rote Farben bedeuten große Lichtverschmutzung, blaue Farben geringe bis keine Lichtverschmutzung.
Deutlich heben sich die Städte und Gemeinden in der Karte ab, während die schwäbische Albhochfläche zu weiten Teilen in blauen Farben erscheint. So verwundert es wohl niemanden, wenn einer unserer Beobachtungsplätze bei der Wetterstation Stötten im blauen Bereich liegt. Er ist in der Karte mit einem kleinen weißen Quadrat markiert, zu finden unterhalb der Bildmitte.


Lichtverschmutzung

Die Deutschlandkarte finden Sie auf der Homepage "la Polution Lumineuse"


Unser Beobachtungsstandort bei der Wetterstation Stötten

Die Grafik zeigt das Gebiet um die Wetterstation bei Stötten auf der schwäbischen Alb. Südlich von der Wetterwarte in Fahrtrichtung Stötten befindet sich ein Wanderparkplatz mit Grillplatz und freier Sicht nach Süden, Westen und Osten.


Beobachtungsplatz auf dem Messelberg auf einer größeren Karte anzeigen


Welche Kleidung zur Beobachtung ?

Nichts verdirbt einem Beobachter mehr den Spaß an seinem Hobby, als wenn langsam und stetig die Kälte in ihn hinein kriecht.

Fangen wir beim Schuhwerk an, das natürlich etwas größer sein sollte als die übliche Schuhgröße, damit man noch ein zusätzliches Paar warmer Socken anziehen kann, und gegebenenfalls auch noch für spezielle Einlegesohlen Platz hat (u.U. elektrisch beheizte). Dann sollte aber immer noch Platz sein, um ein wärmendes Luftpolster zu bilden. Auch sollten die Schuhe eine dicke Sohle haben, um von unten die Kälte abzuschirmen.

Für untendrunter hat sich die Skiunterwäsche eines Kaffeeröster als ganz nützlich erwiesen. Zusätzlich gibt es im Fachhandel lange Fleeceunterhosen für ein paar Euro. Dann eine etwas größere Hose (Cargohosen sind ganz geschickt wegen der vielen Taschen) und im Winter vielleicht noch eine winddichte Skihose.

Des weiteren Pullis und Fleecewesten, um dann bei einer winddichten Jacke anzukommen. Als außerordentlich praktisch hat sich eine wind- und regenundurchlässige Motorradjacke erwiesen. Sollte diese dann auch noch Protektoren aus Schaumstoff (kein Hartplastik) haben, kommt das dem Beobachter noch mehr zu gute (es muss auch nicht die teuerste sein).
Bei den Handschuhen muss jeder für sich die beste Kombination finden. Anzuraten sind zwei Pärchen, eines um etwas am Instrument tun zu können (Okularwechsel, o.ä.), das andere für die ruhigeren Abschnitte der Beobachtungsnacht. Von Vorteil ist es, wenn man mit dem einen Paar in das andere hineinschlüpfen kann.

Taschenöfen mit Benzin oder Kohle betrieben aus dem Angelbereich sind auch ein Tipp für immer warme Finger. Die Kopfbedeckung ist auch nicht zu vergessen, da unser Körper die meiste Wärme über den Kopf abgibt. Hier empfehlen sich Fleecemützen, Sturmhauben und ähnliches aus dem Skisport.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps zu angenehm temperierten Beobachtungsnächten verhelfen.